Strich in den Tag

ich tu all meine sachen in eine kiste
und besorg mir einen fahrschein zu dir
ich hab mir ein jackett ausgeborgt
und am friedhof eine blume besorgt

zieh dein hübschestes kleid für mich an
um mitternacht kommt mein zug
wenn es kein unglück gibt
komm ich heut nacht zu dir zurück

refr.:
mach einen strich in den tag
schneide dir eine scheibe ab
hol eine flasche aus dem schrank
schlag einen nagel in die wand

den und den hab ich seit tagen nicht gesehen
und die und die seh ich nie
aber wen glaubst du wird ich heut noch sehen
heute nacht werde ich noch vor dir stehen

mach deine tür auf ich komm zu besuch
ich hab eine frisches hemd an
und meine schuhe sind wie geleckt
komm raus wo hast du dich versteckt

refr.:
zieh deine katze am schwanz
hau deinem alten auf den wanst
hol einen hasen aus dem topf
wirf einen groschen über'n kopf

Fink

V für 2005

Vermisst: Loveparade
Verzweifelt: Studium/Klingeltöne
Verhasst: Kai Diekmann
Vergessen: Januar bis Juli
Versagt: Queens of the Stoneage
Verblieben: Immernoch Hansen
Verplant: Hunderte Termine (meistens verschlafen) und Geburtstage
Vertragen: Den Wodka, eher nicht
Verwundert: Eine Flasche blaues Bierzeug und gekotzt/Liebschaften
Versucht: Cappucino, Lerngruppe, neue Leute, Gitarre (nicht geschafft), Pläne, allein auf Partys (nie wieder)
Verreist: Braunschweig, Mainz, Frankfurter Buchmesse, Hamburg
Verfilmt: Garden State, Kammerflimmern
Verlesen: The Catcher in the Rye
Verkannt: Kammerflimmern
Verdammt: ich für den Rest meines Lebens
Verliebt: Das Mädchen in der Bahn im Frühling, die Moderatorin mit den schwarzen Haaren in der
Viva Plus call-in-Show
Verschrieben: Tausendmal
Vernommen: Udo Lattek ist Alkoholiker
Vertrag: Gruppe
Versiebt: Sein Leben zu ändern?
Vertraut: Alte Freunde
Verloren: Das außergewöhnliche Mädchen mit der hübschen Mütze
Vergeben: V.
Verschlossen: Wohnungstür
1.4.06 05:21


1.4.06 16:19


Eine Band, die keinen eigenen Stil hat, ist keine gute Band.

1.4.06 16:22


shake the birds off the tree

manchmal würd ich dir gern sagen
machmal dich vergess ich nicht
2.4.06 04:20


Diese Kinder

Komm sofort her ich mein' es ernst
Halte dich von diesen Kindern fern
Sie sind agressiv und kennen keinen Schmerz
Halte dich von diesen Kindern fern

Das ist alles was du sagst
Genauer wird nicht nachgefragt
Es gibt nur gut und schlecht
Dazwischen ist nichts
Auf welcher Seite stehe ich

Ich bin nur das was du mir gibst
Ich bin nur das was du mir gibst
Egal ob du mich hasst und egal ob du mich liebst
Ich bin nur das was du mir gibst

Sie sind verdreckt und keiner hat sie gern
Halte dich von diesen Kindern fern
Sie sind unintelligent und wollen auch nichts lernen
Halte dich von diesen Kindern fern

Das ist alles was du sagst
Genauer wird nicht nachgefragt
Es gibt nur gut und schlecht
Dazwischen ist nichts
Auf welcher Seite stehe ich?

Ich bin nur das was du mir gibst
Ich bin nur das was du mir gibst
Egal ob du mich nun hasst und egal ob du mich liebst
Ich bin nur das was du mir gibst.

Madsen
2.4.06 04:44


3*4

1
2
3
2

4
5
6
5

7
8
9
8

Langeweile.
3.4.06 02:12


Your name isn't Rio but I don't care for sand

Nichts Neues im Westen. Aber unterhaltsam ist es noch immer.
3.4.06 03:18


Neugierde und die Aufdeckung eines "Geheimnisses"

Manchmal gehen doch Internet-Trends einfach so an einem vorbei. Oder anders gesagt: Man ließt etwas Neues irgendwo im Netz und hat keine Ahnung, was eigentlich genau dahintersteckt.
So geschehen bei mir. In jedem zweiten Blog lese ich, wie Menschen über die Suchworte reden, zu denen wiederum andere Menschen zu ihrem Blog gekommen sind: "tokyo hotel - gibts hier nicht!", "sexy beine - hab ich!" usw. usw.
Alle meckerten über/lobten/kommentierten ihre Suchworte und ich fühlte mich ausgeschlossen. "Wie machen die das?" schoß es mir durch den Kopf. Aber niemand wollte wirklich verraten, seit wann und wie diese Suchwortinformationssammelei (herrliches Wort) abläuft.
In dieser Nacht habe ich mich (nach wochenlanger Ego-Kränkung) nun endlich entschloßen herauszubekommen, wie das Ganze eigentlich funktioniert (oder besser: Wie man es macht). Wozu gibt es schließlich Google?
Seltsamerweise führte die Google-Suche ersteinmal wieder zu einem Blog, der über Tokyo Hotel lästerte, dann aber zu der entscheidenden Website weiterverlinke, und zu einem Produkt von Google selbst. Einen Tusch bitte, hier ist die Antwort auf meine schlaflosen Nächte: Google Analytics
Das sieht auf den ersten Blick alles sehr schön aus. Googlemäßig eben. Klare, übersichtliche Statistiken und jede Menge fantastische hard facts für aufstrebende, geldgierige Internetfirmen, die sich ganz dem Profit am gläsernen Nutzer verschrieben haben.
"Gut", denkt man da, "ich bin zwar keine Firma, aber wenn es umsonst ist, melde ich mich doch an!" Die Sache hat nur einen Haken: Google Analytics ist im Moment so vollkommen überlaufen, dass man per Email einen Code zum Einloggen (!) geschickt bekommt und man sich dann erst, nach der Authentifizierung, anmelden kann. Da ich aber immer noch ziemlich neugierig bin, gebe ich google also meine Emailadresse und verlege mich aufs Warten.
Etwa fünf Minuten später kommt mir der Gedanke: "Ach nee, das dauert mir alles zu lange, da muss es doch Alternativen geben!" Gesucht und gefunden, der STWC-Counter (habe ihn noch nicht ausprobiert). Dieser Artikel und ein Blick auf die Feature Liste des Counters verdeutlichen, was von dem Counter (und auch von Google Analytics) eigentlich gesammelt und protokolliert wird; nämlich Tonnen an Nutzerdaten. Da geht es nicht mehr um das Auffinden von ein paar Suchbegriffen, es geht um das Verhalten des Nutzers auf der jeweiligen Website. Protokolliert werden:

* Seitenaufrufe und Verweildauer je Besucher
* Bildschirmauflösung
* Ein/Ausstiegsseite
* Klickpfadanalyse
* Browser
* Browser/OS
* Herkunftsland und Kontinent
* Farbtiefe
* Betriebssystem
* Referer
* Suchmaschine, Suchmaschinenbots und Suchwörter
* aufgerufene Seiten
* verfügbarkeit von Javascript, Java, Cookies
* installierte Plugins
* Zeitzone
* Suchmaschinenbots
* Provider

Wow. Natürlich waren viele der Daten als Website-Betreiber auch schon vorher einsehbar, aber diese große Menge an Daten ist für den naiven Internet-Laien wie mich doch irgendwie erschreckend. "Personalisiert" ist wohl das Wort der Zukunft. Während man bei Last FM seinen Musikgeschmack freilegt, seine Meinung in Blogs und Foren äußert, die Suchanfragen bei google gespeichert und die eigenen Kaufinteressen bei Amazon mitgeloggt werden, freut man sich über die Freiheit des Internets und den Komfort, dass Amazon schon vorher weiß, was man eigentlich kaufen will.
"Warum Google Analytics wirklich kostenlos ist" verdeutlicht den Kern der Sache sehr schön. Warum sollte einen riesiges Unternehmen wie Google uns irgendetwas schenken? Image? Benutzerfreundlichkeit? Kundenbindung? Nein. Der wahre Grund ist höchstwahrscheinlich, dass sämtliche Kunden und somit auch die Unternehmen, die Google Analytics für sich nutzen, wirklich fast alles über sich und ihre Kunden freigeben und ungewollt an Google (bzw. erstmal deren Server, der ja alles protokolliert,) weiterleiten. Und am liebsten möchte Google darauf natürlich noch ein Patent erwerben. Nicht umsonst wirbt eine andere Firma schon dafür Statistiken anzubieten, die nicht über einen "halböffentlichen" Server wie den von Google Analytics laufen, sondern über den eigenen abgerufen werden können. Dafür ist der Dienst aber kostenpflichtig, natürlich.
Alternativen zu Google Analytics scheint es einige zu geben, die meisten natürlich nur mit dürftigen Features, nutzlos also für die Firmen, die mit dem Durchleuchten ihrer Nutzer und dem Optimieren ihrer Website Geld verdienen wollten. Für den normalen Blogger dagegen werden Dienste wie blogscout wohl auch in Zukunft ausreichen. Denn bevor man Suchworte von den Surfern wissen will, die die eigene Seite besuchten, sollte man sich ersteinmal eines klarmachen:
Die Neugierde über das Surfverhalten der Anderen und die Angst, selbst zum berechen- und vefolgbaren, gläsernen Nutzer zu verkommen, passt einfach nicht zusammen. Ich werde jetzt darüber nachdenken, im Bett.

Gute Nacht.

P.S. "Ich persönlich zum Beispiel habe 'Google Desktop Search' auf meinem Computer installiert - auch wenn das bedeutet, dass ein Google-Programm theoretisch Zugriff auf alle meine Files hat und weiß, wann ich wie lange auf welcher Seite war. Einfach weil es mein Leben so viel angenehmer macht. Man sollte da nicht paranoid werden."
Interview von Spiegel Online mit der Vizepräsidentin von Google, Marissa Mayer
3.4.06 05:37


man hat mir erst meine seele
und dann mein augenlicht genommen

und nun sitze ich hier und starre ins nichts
3.4.06 16:30


One Art

The art of losing isn't hard to master;
so many things seem filled with the intent
to be lost that their loss is no disaster.

Lose something every day. Accept the fluster
of lost door keys, the hour badly spent.
The art of losing isn't hard to master.

Then practice losing farther; losing faster:
places, and names, and where it was you meant
to travel. None of these will bring disaster.

I lost my mother's watch. And look! My last, or
next-to-last, of three loved houses went.
The art of losing isn't hard to master.

I lost two cities, lovely ones. And, vaster,
some realms I owned, two rivers, a continent.
I miss them, but it wasn't a disaster.

-Even losing you (the joking voice, a gesture
I love) I shan't have lied. It's evident
the art of losing's not too hard to master
though it may look like (Write it!) like disaster.

Elizabeth Bishop
3.4.06 22:04


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